22.01.2009
Kataraktchirurgie - Linsentausch bei grauem Star
Als Katarakt wird in der Medizin der Graue Star bezeichnet. Es handelt sich hierbei um eine Linseneintrübung, die vorwiegend im Alter auftritt. UV-Strahlung, Diabetes und kortisonhaltige Medikamente begünstigen die Entstehung dieser Augenkrankheit. Typisch für den Katarakt ist ein fortschreitender Sehverlust durch die zunehmende Verdickung und Eintrübung der Linse. Ob den gerade eingetroffenen Vertrag für das neue Versatel DSL oder aber die Kontoauszüge der Rentenversicherung - kaum noch etwas lässt sich scharf und ohne Anstrengung lesen. Das Sehvermögen, die Helligkeit und Leuchtkraft der Farben nimmt konstant ab, die Blend- und Lichtempfindlichkeit nimmt dagegen zu, die Sicht wird unscharf und verschwommen. In weit fortgeschrittenen Fällen kann man im Auge die eingetrübte Linse hinter der Pupille erkennen. Durch die zunehmende Linseneintrübung ändert sich auch die Brechkraft des Auges, so dass auch die Brillenstärke oft gewechselt werden muss.
Es gibt keine Möglichkeit der Heilung der eingetrübten Linse mit Medikamenten. Eine Katarakt-Operation ist unumgänglich. In 90% aller Katarakt-Operationen verbessert sich das Sehvermögen der Patienten signifikant.
Bei der Katarakt-Operation wird die Linse per Ultraschall schonend zertrümmert und anschließend abgesaugt. Danach wird eine Kunstlinse aus Silikon oder Acrylat eingesetzt. Diese besitzt zwei Haptik-Bügel, mit denen sich die Intraokularlinse im Kapselsack selbst fixiert.
Bei dem Einsatz von monofokalen Kunstlinsen verfügt das Auge nach der Operation nicht mehr über die Akkomodationsfähigkeit, das heißt, es kann sich nicht mehr von der Nah- auf Fernsicht und umgekehrt anpassen. Die Patienten können zwar problemlos in die Ferne sehen, benötigen aber eine Lesebrille. Mit dem Einsatz akkomodativer Intraokularlinsen ist dieses Problem behoben. Die Krankenkassen übernehmen jedoch nur die Kosten für eine Katarakt-Operation mit monofokalen Linsen.
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